MINISTERIUM FÜR EINSAMKEIT / ABTEILUNG 1 KAFKA.OFF.BUREAU

In Zeiten der Kontaktsperren wollen wir Wege finden, um uns TROTZDEM zu begegnen. Wir sind überzeugt davon, dass es sich auch für Theaterschaffende lohnt, nach diesen Wegen zu suchen, dass es Sinn macht, weiter in Kontakt zu bleiben, auch wenn das aktuell nur in beschränktem Maße möglich ist. Denn das Theater, wie wir es verstehen, ist eine soziale Kunstform. Sie lebt vom (spielerischen) Austausch, von Gesprächen, Begegnungen und Diskussionen. In der Zeit von Kontaktsperren und Theaterschliessungen sind Proben und Aufführungen, wenn überhaupt, nur unter sehr eingeschränkten Voraussetzungen möglich.In diesem Schwebezustand entsteht gerade das KAFKA.OFF.BUREAU.

Konzeptionisten: Carsten Hentrich, Heino Sellhorn, Ruth Rutkowski und Alexandra Faruga.

Mitarbeiter*innen: Elke Cybulski, Elisabeth Frank, u.a.

„Wer den Button „K.O.B“ auf der Seite www.fensterzurstadt.de anklickt und das Video startet, wird zu fetzigen Bass-Grooves eingeladen, das mit Kreide skizzierte Ministerium zu betreten und die vielen kleinen Türen zu öffnen. Am Empfang gibt es einen Hinweis, sich doch bitte zunächst sorgfältig die Hände zu waschen, und im WC findet man entsprechende Kurzfilme.

Dann geht es nach Lust und Laune quer durch das Haus, und das große Thema ist im Titel benannt: Alles dreht sich um Franz Kafka, dies allerdings in unterschiedlichster Manier, ….“

 

Cellesche Zeitung 01/2021

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treten Sie ein ins

KAFKA.OFF.BUREAU

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KAFKA.OFF.BUREAU

ZOOM- SPRECHSTUNDE


Am kommenden Dienstag den 13. April um 20:00 Uhr wird nun die zweite ZOOM-SPRECHSTUNDE im KAFKA.OFF.BUREAU stattfinden.

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bis Dienstag -vormittag mit einer Mail an

k.o.b@fensterzurstadt.de an.

Ein bis zwei Stunden vor der Sprechstunde senden wir Ihnen dann den Einladungslink zu.

„Kafkaesk“ beschreibt jenes Gefühl persönlicher Machtlosigkeit in einer Welt ohne Heilsversprechen, dem Kafka in nur drei Romanfragmenten („Der Process“, „Das Schloss“, „Der Verschollene“) und etlichen Erzählungen literarische Gestalt gab. Ähnlich fragmentarisch ist nun auch das Programm „Kafka Off Bureau“: Auf der Internetseite vom Theater fensterzurstadt lädt eine Kreidezeichnung vom „Ministerium für Einsamkeit“ zum Erkunden ein. Da laufen im WC Videos von stupidem Händewaschen, wirbt in der Kantine eine Speisekarte mit kafkaeskem Essen, sprechen im Befragungsraum Freunde und Kollegen über ihre Assoziationen zum Schriftsteller. Im Schlaflabor sind Handkamera-Videos mit literarischen Träumen Kafkas unterlegt. Es ist ein multiperspektivisches Suchen zu einem, der stets suchte…“

Neue Presse 01/2021

„Die freien Theaterschaffenden vom Theater Fenster zur Stadt haben ein Haus für Kafka gebaut; zu finden ist das virtuelle Gebäude auf der Seite des Theaters. Es heißt „Ministerium für Einsamkeit“, und in jeder Etage gibt es etwas aus dem großen, dunklen Kafka-Kosmos zu entdecken. […] Einschlägige Programmiererfahrungen haben die Mitwirkenden vom Theater Fenster zur Stadt nicht, aber mithilfe eines Stipendiums der Kulturstiftung des Bundes ist es Carsten Hentrich, Ruth Rutkowski, Alexandra Faruga und Heino Sellhorn gelungen, ein erstaunlich unterhaltsames Kafka-Gebilde vornehmlich aus Youtube-Filmchen im Netz aufzubauen. Mit dem Projekt, das eher unscheinbar, ohne Premiere, ohne lautstarke Ankündigung daherkommt, zeigt die freie Theatergruppe, was für Möglichkeiten es gibt, in der Zeit der Kontaktbeschränkungen doch zu spielen. Das „Kafka. Off. Bureau“ ist Theater im Internet, aber keine wacklig abgefilmte Bühnenaktion, sondern ein intelligentes Spiel in einem ganz neuen Format. Und eine wunderbare Trotzreaktion des Theaters auf die Pandemie.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung 01/2021

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