28 Motzen Meckern Jammern

Der Arbeitstitel ist Programm: auf den  Spuren einer jahrhundertelangen Kultur und Tradition des Beschwerens und Beschwerdeführens unternimmt das Ensemble von fensterzurstadt eine thematisch gebundene Feldforschung inklusive cholerischer Wutanfälle und  Klagelieder. 3 Schauspieler und 1 Musiker entwickeln gemeinsam mit dem Autor Sascha Schmidt den Sound der Performance.  Aus Interviews, Improvisationen, Gesprächsmitschnitten, Internetrecherchen, Zeitungs- und Fernsehberichten, literarischen Vorlagen und Songtexten entsteht ein Kaleidoskop der Wirklichkeit, das nicht allein die Fratze der chronischen Unzufriedenheit zeigt,  sondern auch ein Licht auf die geplatzten Sehnsüchte, Hoffnungen und Träume wirft.

Schauspiel: Matthias Buss, Alexandra Faruga, Carsten Hentrich, Jan Exner

 

Inszenierung: Ruth Rutkowski, Carsten Hentrich / Text: Ensemble, Sascha Schmidt / Musik: Jan Exner / Bühne: Melanie Huke / Kostüme: Ruth Rutkowski

"Vater mit Boxhandschuhen und unterdrückter Aggression, Mutter mit Staubtuch und tragischem Blick, Tochter in ihrem Zimmer, den Starschnitt des live anwesenden Bühnenmusikers anbaggernd. Was nach drei Bildern einer Familientragödie von Ibsen'schem Ausmaß aussieht, gehört zu einer poetischen Bühnenstudie, die das theater fensterzurstadt, eine der etabliertesten Gruppen in Hannovers freier Szene, nun herausbrachte. In der Alten Tankstelle, einer Spielstätte in Hannovers Innenstadt, zeigt die Gruppe viele ihrer Produktionen. Ein wenig ist hier noch vom Geist der Alltagsbühne zu spüren, die eine Tanke oft ist.[…]

Viele Themen werden in diesem Stück angerissen. Das Motzen als verbindendes Ritual. Das Jammern über Geschlechterbilder, die sich ändern. Doch vor allem geht es der Gruppe um das Phänomen der Selbstbeschränkung durch Worte. Und die sollen an dieser Stelle enden – es gibt einfach nicht viel zu meckern! […]

Viele Themen werden in diesem Stück angerissen. Das Motzen als verbindendes Ritual. Das Jammern über Geschlechterbilder, die sich ändern. Doch vor allem geht es der Gruppe um das Phänomen der Selbstbeschränkung durch Worte. Und die sollen an dieser Stelle enden – es gibt einfach nicht viel zu meckern!"

 

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